Ereignisbericht lesen

    



 Intensivpatient im AufwachraumRiskoeinschätzung
Bedeutung ⁄ Schweregradpotentiell gefährlich / negatives BeispielHäufigkeitfast täglich
Riskiko / Schwere: 3  ∼   Häufigkeit: 5
Rolle im EreignisPflegekraft / aktivBerufserfahrungkeine Angabe
PatientenzustandÄlterer Patient nach Intervention mit angeordneter RR-Grenze, arterielle Schleuse in situ
Wichtige Begleitumständeim Rahmen der Diagnostik wurde eine Stenose eines grossen arteriellen GefĂ€sses festgestellt, fĂŒr deren Behandlung Patient nicht aufgeklĂ€rt ist.
Fallbeschreibung

(Was, Warum, Kofaktoren, Maßnahmen, Verlauf, Epikrise)

Patient kommt postinterventionell, postnarkotisch in den Aufwachraum. Patient wach, ansprechbar, keine Schmerzen. Schleuse in situ, da am folgenden Tag die o.g. GefĂ€ĂŸ-Stenose nach AufklĂ€rung des Patienten behandelt werden soll. RR-Grenze systolisch wird bei frisch eingebrachten Stent vom Arzt festgelegt (Reperfusions-Blutungsgefahr). Perfusor mit Heparin-LösĂșng i.v. lĂ€uft. Patient hat bei initialer RR-Messung im AWR einen deutlich höheren systolischen Druck mit steigender Tendenz. Zudem ist eine dezente Pupillendifferenz feststellbar. Nach Verabreichung mehrerer Einzelgaben Urapidil keine RR-Senkung. Anlage eines arteriellen Zugangs und entsprechenden RR-Messsystems, dann Ansetzen eines Nitrolingual-Perfusors. Erst dadurch Senkung der RR-Werte unter festgelegte Druckgrenze systolisch. Die Pupillendifferenz wird von Neuroradiologen als nicht besorgniserregend eingestuft und auf die behandlungswĂŒrdige GefĂ€ĂŸ-Stenose zurĂŒckgefĂŒhrt. Da der Patient fĂŒr die Verlegung auf Normalstation in anderen Standort des Klinikums vorgesehen ist, wird aufgrund des aktuellen Zustandes ein Bett organisiert. Ein Transport mittels ITW scheitert an der Auftragslage des Fahrzeugs, so dass der Patient schließlich in stabilem Zustand mittels NAW verlegt wird.Schlagwörter
AnÀsthesie
Aufwachraum
Koordination
Arbeitsbelastung, -stunden
ZustÀndigkeit
Was war besonders gut

(hat zur Abschwächung des Ereignisses oder zur Verhinderung geführt?)

Regelrechte Versorgung im AWR, allerdings sehr personalintensiv (1 Arzt u. 1 Pflegekraft sind ca. 2h beschÀftigt)
Was war besonders ungünstig

(hat die Situation noch schlimmer gemacht)

Eigener Ratschlag FĂŒr Risikopatienten (RR-Grenzen, etc.) mĂŒssen bereits prĂ€operativ Überwachungsmöglichkeiten außerhalb des AWR geplant sein.