Ereignisbericht lesen

    



 Fehleinsch√§tzung nach signifikantem UnfallmechanismusRiskoeinschätzung
Bedeutung ⁄ Schweregradgefährlich ⁄ kritisch / negatives BeispielHäufigkeitmehrmals pro Jahr
Riskiko / Schwere: 5  ∼   Häufigkeit: 1
Rolle im Ereigniskeine Angabe / keine AngabeBerufserfahrungmehr als 5 Jahre
Patientenzustand√Ąlterer Patient mit Demenz, voll mobil, gest√∂rter Tag - Nacht Rhythmus, kann sich noch selbst versorgen (mit Anleitung). Bei unserem Eintreffen um die Mittagszeit ist der Patient laut Angeh√∂rigen wesensver√§ndert. Er wurde so vorgefunden und es sei normal das der Patient so sp√§t aufstehe. Vitalparameter bis auf leicht erh√∂hte Temperatur im Normalbereich.
Wichtige BegleitumständeEinige Stunden zuvor war ein RTW bei dem gleichen Patienten zu einem Treppensturz gerufen worden. Der Patient (mit bekannter Demenz) verweigerte den Transport gegen Unterschrift. Der Angeh√∂rige (schwerh√∂rig) wurde durch den L√§rm des Sturzes wach, und fand den Patienten am Fu√üe der Treppe (>10 Stufen) liegend vor. Er klagte √ľber Schmerzen und wirkte zuerst desorientiert. Bei Eintreffen des RTW lief der Patient herum
Fallbeschreibung

(Was, Warum, Kofaktoren, Maßnahmen, Verlauf, Epikrise)

Bei Eintreffen des 2.RTW lag der Patient noch im Bett und war nicht f√§hig zu kommunizieren Der Angeh√∂rige schwerh√∂rig, wirkte unbeholfen und erfasste die Situation nicht richtig. Es solle nochmal jemand nach dem Patienten schauen. Die Anamnese gestaltete sich schwierig und nahm einige Zeit in Anspruch, da die Kommunikation schwierig war (unstrukturiert). Von dem Einsatz zuvor war keine Dokumentation bem Patienten. Wir entschieden uns den Patienten in ein Haus der Maximalversorgung zu transportieren. Dort wurde einen Hirnblutung diagnostiziertSchlagwörter
Notfallmedizin
Rettungsdienst
Boden
Patientenverletzung / Gefährdung
Kopf
Vigilanzminderung/Bewußtlosigkeit
Alarmierung
Informationsfluss
√úbergabe
Verständlichkeit / Ausdrucksweise
Zuständigkeit
Leitlinien / SOPs
Was war besonders gut

(hat zur Abschwächung des Ereignisses oder zur Verhinderung geführt?)

Patient wurde von der 2 RTW-Besatzung in ein Haus der Maximalversorgung gebracht obwohl der Angehörige wollte das der Patient in ein nähergelegenen Krankenhaus gebracht wird.
Was war besonders ungünstig

(hat die Situation noch schlimmer gemacht)

Die 1. RTW Besatzung hat den Patienten zu Hause gelassen. Der Patient (bek. Demenz) verweigerte gegen Unterschrift den Transport. Trotz des Sturzes (>10 Stufen möglich und auch wahrscheinlich) verblieb der Patient zu Hause. Der Patient hatte einige Prellmarken. Es handelt sich hier um ein geriatrisches Trauma und man muss Besonderheiten beachten. Die fehlende Dokumentation erschwerte dem 2. Rettungsteam die Anamnese.
Eigener Ratschlag Unfallmechanismus beachten. Eine gute Dokumentation ist wichtig und sollte bei Transportverweigerung auch vor Ort bei den Patienten verbleiben. Dies w√ľrde den weiteren Personen (√ĄND, HA, nachfolgenden Einsatzkr√§ften usw.) die mit den Patienten in Kontakt kommen, die Arbeit erleichtern. Zudem ist das f√ľr das RD-Personal im Hinblick auf juristischen Folgen wichtig. Besonders im Hinblick auf den ¬ß 630f BGB. Was zu bedenken ist , ist die Unterschrift des demenzkranken Patienten.