Ereignisbericht lesen

    



 Konzentrationsmangel nach ├╝ber 16h durchgehendem NotarztdienstRiskoeinschätzung
Bedeutung ⁄ Schweregradgefährlich ⁄ kritisch / negatives BeispielHäufigkeitjeden Monat
Riskiko / Schwere: 5  ∼   Häufigkeit: 4
Rolle im EreignisArzt / Ärztin / aktivBerufserfahrungkeine Angabe
PatientenzustandUnklare Notfallsituation bei unklarer Bewusstseinsst├Ârung, Tachykardie, S├Ąttigung unter 90, unter O2-Maske leichter Anstieg auf ├╝ber 90%.
Wichtige BegleitumständeNotarztdienst mit 8 Stunden Arbeitszeit plus 16 Stunden Bereitschaftsdienstzeit anschliessend. Notarztdienstzimmer trotz Ohrst├Âpsel zu laut um Ruhe zu finden, zu sch├Ąbig und gering ausgestattet um Getr├Ąnke und Essen zu k├╝hlen oder kleine Dinge zuzubereiten.
Fallbeschreibung

(Was, Warum, Kofaktoren, Maßnahmen, Verlauf, Epikrise)

Mitten in der Nacht/Morgen nach konsequenter ├╝ber 18st├╝ndiger Arbeit Patient mit unklarer Bewusstseinsver├Ąnderung angetroffen. Bei drei Arbeitsdiagnosen (Entzugsdelir, Zustand nach Krampfanfall, Sepsis) erst anprobieren der Therapie mit Midazolam, Clonidin, bei eher Verschlechterung und keinerlei Besserung dann Volumengabe und 12-K-EKG und Temperaturkontrolle, dann Umstieg und Entschluss zur Arbeitsdiagnose Sepsis. Z├╝gige weitere Volumengabe f├╝hrt zur Besserung des Zustandes.Schlagwörter
Notfallmedizin
Rettungsdienst
Alarmierung
Personalmangel
Zust├Ąndigkeit
Was war besonders gut

(hat zur Abschwächung des Ereignisses oder zur Verhinderung geführt?)

Umsichtiges kollegiales an den Entscheidungprozessen aktiv mitwirkendes Rettungsdienstpersonal, welche dank maximal 12-st├╝ndiger Arbeitszeit keine Erm├╝dungserscheinungen zeigten.
Was war besonders ungünstig

(hat die Situation noch schlimmer gemacht)

Durch die ├ťberarbeitung und ├ťberm├╝dung des Notarztes wurde die Situation nicht von Anfang an zielstrebig und ad├Ąquat ├╝berlegend abgearbeitet, es wurden erst gl├╝cklicherweise zur├╝ckhaltende Therapieversuche unternommen, nach weiterer Diagnostik Sicherung der Diagnose und korrekte Therapie mit Erfolg vollzogen. Bei gr├Â├čerer Aufmerksamkeit und Fitheit h├Ątte die Situation von Anfang an besser betreut und therapiert werden k├Ânnen, leichte Sch├Ąd├şgung des Patienten durch vor├╝bergehende Verschlechterung der Vigilanz und Kreislaufd├Ąmpfung durch verabreichte Medikamente. Bereitschaftsdienst mit Arbeitsbelastung ├╝ber 50% (!!!) ist gesetzeswidrig (?) angeordnet
Eigener Ratschlag Maximale Arbeitszeit im NA Dienst bei hiesiger Belastung auf 12h begrenzen, Ausdehung des Arbeitszeitfensters, Einschr├Ąnkung des Bereitschaftsdienstzeitfensters oder g├Ąnzliche Abschaffung. Oder: Mehr Notarztstandorte/NEF rund um die Uhr besetzen.
 Gedanken zur Analyse und zu Präventionsmöglichkeiten
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 Maßnahmen zum Fallbericht