Ereignisbericht lesen

    



 Narkoseeinleitung trotz tachykardem Vorhofflimmern Riskoeinschätzung
Bedeutung ⁄ Schweregradkeine Angabe / keine AngabeHäufigkeitjede Woche
Riskiko / Schwere: 4  ∼   Häufigkeit: 4
Rolle im EreignisArzt / Ärztin / keine AngabeBerufserfahrungkeine Angabe
PatientenzustandKlinisch auf den ersten Blick unauffälliger Patient kommt in den OP. Anamnestisch lt. Prämed-Bogen: Vornarkosen o.B / Marcumar (pausiert)bei Vorhofflimmern. Laut hausärztlichem Vorbereitungsbogen EKG vor einigen Tagen: Herzfrequenz < 100/min. EKG vom Vortag in Klinik: Linkstyp, Vorhofflimmern, keine sig. ERST, keine VES. Erste Herzfrquenz auf dem Monitor im OP: >120/min. Patient ist beschwerdefrei und wirkt unauffällig.
Wichtige Begleitumstände"EKG (wurde vor dem Eingriff im Krankenhaus gemacht und vom diensthabenden Internisten befundet) war im Rahmen der Pr√§medikationsambulanz noch nicht gesehen worden. ""OP-Programmbew√§ltigung"" steht im Fokus..."
Fallbeschreibung

(Was, Warum, Kofaktoren, Maßnahmen, Verlauf, Epikrise)

Patient kommt in den OP. Narkose wird trotz pr√§operativer Herzfrequenz von >135/min eingeleitet. Herzfrequenz sinkt nach der Narkoseeinleitung auf <95/min, zweimalige Gabe einer geringen Dosis von Akrinor und Kolloide notwendig. Sonstiger Narkoseverlauf intraoperativ unauff√§llig. Nach Narkoseausleitung steigt die Herzfrequenz wieder auf > 125/min an und er muss deshalb eine verl√§ngerte Aufwachraumzeit betreut werden, bis eine ausreichend stabile Herzfrequenzkontrolle durch geeignete Medikation erreicht ist. Patient wird im weiteren problemlosen postoperativen Verlauf auf die Station gelegt und dort weiter internistisch optimiert.Schlagwörter
Anästhesie
Einleitung
EKG
Tachykardie /-arrhythmie
Blockbilder (SA-Block, AV-Block etc)
Anamnese
Spezielle Befunde, Patientenunterlagen
Prämedikationsprotokoll
Informationsfluss
Zuständigkeit
Leitlinien / SOPs
Was war besonders gut

(hat zur Abschwächung des Ereignisses oder zur Verhinderung geführt?)

Patient wird bei der Herzfrequenz von > 120/min im Aufwachraum konsequent behandelt vor der Verlegung auf die Allgemeinstation.
Was war besonders ungünstig

(hat die Situation noch schlimmer gemacht)

"o Die Haltung ""Programm bew√§ltigen"" hat das ""Klicken"" (Halt Stop!) verhindert und den An√§sthesisten dazu verleitet, die An√§sthesie bei deutlich erh√∂hter Herzfrequenz einzuleiten. o Es existiert kein Sicherungsmechanismus im Haus, der sicherstellt, dass eine auff√§llige EKG-Befundung auf der Station gemeldet wird. Es h√§ngt davon ab, ob die Station sich das EKG ansieht. o Es existiert kein Sicherungsmechanismus in der An√§sthesieabteilung, der sicherstellt, dass die ausstehenden Befunde von jemandem gesehen werden, bevor der Patient im OP liegt und vom An√§sthesisten begr√ľ√üt wird."
Eigener Ratschlag "Etablierung von Sicherheitsstrukturen auf der Ebene ""EKG-Befundung"" und ""Befund-Kontrolle vor dem Einschleusen"". Aufmerksamkeit f√ľr die gebotenen Stops in bestimmten Ausgangsbefundsituationen st√§rken."
 Gedanken zur Analyse und zu Präventionsmöglichkeiten
 PaSIS-Analyse in einzelne Analyseeinheiten aufgegliedert
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 Hauptkategorien
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